Demenzprävention beginnt nicht erst im Alter
24. August 2026
Warum Blutdruck, Cholesterin und Diabetes heute auch für die Gehirngesundheit von morgen wichtig sein können
Die Vorstellung, Demenz sei vor allem eine unvermeidbare Folge von Alter und genetischer Veranlagung, ist weit verbreitet. Gerade deshalb sorgt eine Zahl aus dem 2024 veröffentlichten Bericht der Lancet-Kommission für Aufmerksamkeit: Nach den Berechnungen der internationalen Expertengruppe könnten weltweit bis zu 45 Prozent der Demenzerkrankungen verhindert oder zumindest verzögert werden, wenn 14 potenziell beeinflussbare Risikofaktoren adressiert würden. (BMJ)
Diese Zahl muss medizinisch korrekt eingeordnet werden. Sie bedeutet nicht, dass ein einzelner Mensch durch bestimmte Maßnahmen sein persönliches Demenzrisiko um 45 Prozent reduzieren kann. Es handelt sich um eine sogenannte populationsbezogene Abschätzung. Außerdem können sich Risikofaktoren überschneiden, und bei einer Erkrankung mit einer jahrzehntelangen Entwicklung sind direkte Ursache-Wirkungs-Bezie…